Selbsttest für
leistungsorientierte Führungskräfte
Bitte beantworten Sie die folgenden Fragen ehrlich für sich selbst mit:
A = Trifft voll und ganz zu
B = Trifft teilweise zu / Kommt vor
C = Trifft gar nicht zu
1. Identität & Funktionieren
Wenn Sie an Ihren Arbeitsalltag denken: Haben Perfektionismus, extreme Belastbarkeit und das Gefühl, unersetzbar zu sein, einen Großteil Ihrer eigenen Identität eingenommen?
A, B oder C?
2. Die unsichtbaren Kosten
Egal ob am späten Abend, am Wochenende oder teilweise nachts: Sind Sie gedanklich und mental fast permanent in Ihren Mandaten oder strategischen Projekten präsent?
A, B oder C?
3. Verlust von Familienzeit
Spüren Sie eine schleichende Reduktion der Zeit mit Ihrer Familie oder Ihren engsten Freunden, die Sie insgeheim als den „Preis der Verantwortung“ rationalisieren?
A, B oder C?
4. Der stumme Begleiter
Ist das unterschwellige Risiko, auszubrennen oder die eigene Substanz zu überfordern, für Sie ein präsenter, wenn auch oft totgeschwiegener Gedanke?
A, B oder C?
5. Systemische Unterdrückung von Reflexion
Bietet Ihnen Ihr perfekt geölter Arbeitsalltag im operativen Tagesgeschäft überhaupt noch echten Raum und Stille, um das eigene Denken in Ruhe zu sortieren?
A, B oder C?
6. Die wichtigste strategische Entscheidung
Sie treffen täglich Entscheidungen, an denen hohe Beträge oder existenzielle Fragen hängen – fällt es Ihnen schwer, rechtzeitig innezuhalten und wichtige strategische Entscheidungen für sich selbst zu treffen?
A, B oder C?
7. Sehnsucht nach mentaler Klarheit
Wächst mit Ihrer steigenden Verantwortung auch linear die Sehnsucht nach Freiraum und mentaler Klarheit, ohne dass Sie dieser bisher aktiv Platz einräumen?
A, B oder C?
8. Die strukturierte Leerstelle
Vermissen Sie im Alltag eine Instanz, die Ihnen einfach zuhört, ohne direkt zu bewerten – um Gedanken so zu ordnen, dass sie auch für Ihr eigenes Leben tragfähig werden?
A, B oder C?
9. Der geschützte Raum
Haben Sie eine feste, absolut loyale Vertrauensperson außerhalb Ihres beruflichen Systems und außerhalb der Familie, die Ihre Sprache spricht, aber keinerlei eigene Interessen im Spiel hat?
A, B oder C?
10. Selbstführung vs. Fremdführung
Nutzen Sie bereits ein intellektuelles und emotionales Sparring auf Augenhöhe, um Ihre eigenen strategischen oder inneren Bedürfnisse rechtzeitig zu identifizieren und abzusichern?
A, B oder C?
Auswertung Ihres Selbsttests
Zählen Sie zusammen, welche Antwortkategorie (A, B oder C) bei Ihnen am häufigsten vorkommt.
Überwiegend A: Der systemische Autopilot (Hohes Risiko)
Das System hat Sie fest im Griff. Perfektionismus und das operative Dauerfeuer bestimmen Ihre Identität. Die unsichtbaren Kosten – mentale Dauerpräsenz und der Verlust von Selbstbestimmung und Zeit mit der Familie – belasten bereits Ihre Substanz. Echte Reflexion findet kaum noch Platz.
Der Hebel: Es ist höchste Zeit, innezuhalten, bevor das System Sie dazu zwingt. Sie benötigen dringend einen geschützten Raum außerhalb der Systemlogik und ein strukturiertes Sparring, um die Kontrolle über Ihre Selbstführung zurückzugewinnen.
Überwiegend B: Die wackelige Balance (Latente Warnung)
Sie funktionieren hervorragend und erzielen Erfolge, spüren aber die lineare Zunahme von Druck, Anspannung und Fremdbestimmung. Die Sehnsucht nach mentaler Klarheit und Freiraum wächst, wird von Ihnen aber noch oft rationalisiert („Das wird schon wieder“, „Wenn das vorbei ist, wird es besser“). Die strukturelle Leerstelle im Alltag macht sich bemerkbar.
Der Hebel: Warten Sie nicht, bis es fast zu spät ist. Die Investition in einen externen Sparringspartner oder Business-Coach ist kein Luxus, sondern die Absicherung Ihrer Substanz für Sie, Ihre Ihr Unternehmen/Ihre Kanzlei und nicht zuletzt für Ihre Familie. Schaffen Sie sich jetzt bewusst die nötigen Räume dafür.
Überwiegend C: Souveräne Selbstführung (Stabile Substanz)
Herzlichen Glückwunsch. Es gelingt Ihnen offenbar bereits gut, sich außerhalb der reinen Systemlogik zu bewegen. Sie setzen Grenzen für Ihre mentale Gesundheit und Ihre Familie und verwechseln das Bedürfnis nach Entlastung nicht mit Schwäche, sondern leben es als höchste Form der Professionalität.
Der Hebel: Behalten Sie diesen Kurs unbedingt bei. Wer führt, darf niemals verlernen, sich selbst zu führen. Nutzen Sie weiterhin gezieltes Sparring auf Augenhöhe, und zwar außerhalb ihres Lebenspartners bzw. ihrer Lebenspartnerin oder Freundeskreises (weil sie Teil des Systems sind), um diese Klarheit und Orientierung auch in zukünftigen Krisen- oder Hochdruckphasen konstant abzusichern.
